49. Sitzung des NABau-Beirats am 22. Februar 2008 in Berlin
Vorsitzender: Professor Dr.-Ing. Thielen, München
Wesentliche Beratungspunkte und Beschlüsse der oben genannten Sitzung des NABau-Beirats betrafen:
Neuwahl des NABau-Vorsitzenden und eines Stellvertreters
Als Nachfolger für Herr Professor Thielen im Amt des NABau-Vorsitzenden wurde Herr Dr. Simsch gewählt. Herr Jasch wurde in seinem Amt als stellvertretender Vorsitzender des NABau bestätigt. Der Vorstand des NABau besteht damit aus den Herren
Dr.-Ing. Gerd Simsch (Vorsitzender) und seinen Stellvertretern
Dipl.-Ing. Gerhard H. Günther
Dipl.-Ing. Erich Jasch Professor
Dr.-Ing. E. h. Manfred Nußbaumer
Fortschritt der Normungsarbeiten zum Thema Barrierefreies Bauen
Die Arbeiten des dafür zuständigen NABau-Arbeitsausschusses NA 005-01-11 AA Barrierefreies Bauen wurden vom NABau-Beirat ebenso wie die zugehörige Position des NABau-Fachbereichsbeirats NA 005-01 FBR Lenkungsgremium Fachbereich 01 – Grund- und Planungsnormen zur Kenntnis genommen.
Der NABau-Beirat bestätigte seinen Beschluss des Vorjahres zu dem Thema, der bisher nicht vollständig vom NA 005-01-11 AA berücksichtigt worden war. Der NABau-Beirat bat ferner, zur Beschlusslage ein erläuterndes Gespräch mit dem Obmann und stellvertretenden Obmann des NA 005-01-11 AA zu führen. Ferner wurde vorgegeben, dass bis zum
- Ende Juni 2008 das Manuskript zum Entwurf zu DIN 18040-1 Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlange – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude und
- Anfang September 2008 das Manuskript zu DIN 18040-2 Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlange – Teil 2: Wohnungen
Leitfaden Empfehlung für Normungsarbeit im Bauwesen einschließlich der zugehörigen Formulare und Checklisten, der von einem Sonderausschuss des NABau-Beirats erstellt wurde
Die Unterlagen wurden zur Anwendung an einigen Beispielen freigegeben. Es wird erwartet, dass sich aus der Anwendung Verbesserungen in nachstehenden Bereichen ergeben:
- Steigerung der Motivation interessierter Kreise und deren Mitarbeiter, inklusive Finanzierung und Sicherstellung der Normungsarbeit durch interessierte Kreise
- Entflechtung und Konzentration des Normenbestandes auf wirtschaftlich und gesellschaftlich relevante Normen
- Abgrenzung von technisch zu politisch motivierten Themen
- Sicherstellung der Qualität
- Eindeutigkeit und Verständlichkeit des Normungsgegenstandes und des Normungsauftrages
- Ausprägung des Normungsniveaus Stand der Technik und nicht Stand der Wissenschaft
- Frühzeitige Einbindung von Experten und frühzeitige Koordination der nationalen Positionen
- am Beispiel eines Normungsgebietes Möglichkeiten der Optimierung des Projektmanagements in der Normung zu behandeln (z. B. Vorkontrolle von Norm-Entwürfen, der Vollständigkeit der beteiligten Kreise anhand von Checklisten, die Finanzierbarkeit und Verkürzung der Bearbeitungszeit) und
- Konzepte für die Erstellung von Projektaufträgen für Normungsvorhaben zu erarbeiten, die das Aufgabenfeld und den zeitlichen Rahmen dieser Normung klar eingrenzen.
E. Vogel

